Raimunda Kaxinawa, auch bekannt unter ihrem indigenen Namen Mana Duabake, was „Land mit Blättern“ bedeutet, ist eine bedeutende indigene Führungspersönlichkeit und Kunsthandwerkerin des Volkes der Kaxinawa (Huni Kuin) im brasilianischen Bundesstaat Acre. Sie steht an der Spitze der Vereinigung der Kunsthandwerkerinnen der indigenen Kaxinawa-Frauen aus Tarauacá und Jordão (Apaminktaj), die mehr als 500 Frauen aus verschiedenen Dörfern vereint.
Als Tochter eines nordostbrasilianischen Vaters und einer indigenen Mutter wuchs Raimunda zwischen zwei Welten auf – der weißen Kultur und dem Leben im Regenwald – und verwandelte diese doppelte Herkunft in eine Stärke zur Förderung der indigenen Kunst und Identität. Da sie die einzige Alphabetisierte in ihrer Gemeinschaft war und Portugiesisch sprach, wurde sie zu einer der wichtigsten Führungspersonen der Organisation.
Sie engagiert sich in der Vermarktung des indigenen Kunsthandwerks und ist als Einzelunternehmerin registriert, wodurch sie die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Frauen in ihrer Gemeinschaft stärkt. Ihr Weg führte sie über die Landesgrenzen hinaus: Sie war die einzige Frau aus Acre, die an der Ausstellung „Mulher Artesã Brasileira“ am Sitz der Vereinten Nationen (UNO) in New York teilnahm, und erhielt wichtige nationale Auszeichnungen, darunter den Top 100 do Artesanato und den Prêmio Cultura Indígena des brasilianischen Umweltministeriums (MMA).
Raimunda ist sowohl in Brasilien als auch international anerkannt. Sie gab Interviews für nationale und internationale Medien wie die BBC und nahm an Dokumentarfilmen teil, die ihren Einsatz für den Erhalt der Kultur, des Waldes und die Stärkung der Rolle indigener Frauen in der kreativen Wirtschaft Amazoniens zeigen.



