• bis zum 23.12 Weihnachtsmärktle Heusteigstr 43C Do.- Fr. 14.00-20.00 Sa. 12.00-18.00
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Jarina

Jarina Steinnusspalme (Phytelephas macrocarpa, Phytelephas microcarpa, Yarina microcarpa) sind Palmarten, die nur in der Amazonasregion vorkommen, sog. endemische Arten. Sie werden nur bis zu 5m hoch, haben einen dicken Stamm und stark riechende Blüten. Ihre Früchte sind Steinfrüchte, die in Büscheln zusammen stehen und bis zu 9 Samen enthalten. Die Samen sind von einem ölhaltigen süßen essbaren Fruchtfleisch umhüllt. Die Samen bestehen aus einer harten, opaken Substanz, die an Elfenbein erinnert, das so genannten planzliche Elfenbein. Es wird zur Herstellung von Schmuck verwendet. Sie können mit natürlichen Farbstoffen gefärbt werden, aber ihre natürliche Farbe ist auch sehr schön.

Açai

Açaí (Euterpe oleracea) ist eine Palmart, die stark verzwieselt mit 4 bis 8 Stämmen wächst und bis zu 20m hoch wird. Sie kommt natürlich im Amazonas vor, besonders häufig im Bundestadt Pará. Sie trägt kleine runde Früchte, aus denen Saft hergestellt wird. Der Açaí-Saft ist dickflüssig und wird wie Suppe mit dem Löffel gegessen, oft mit Zucker oder ungesüßt mit Fisch. In Nordbrasilien ißt man sehr viel Açaí und in den letzten Jahren fand er landesweite Verbreitung. Die Kerne, die bei der Saftherstellung übrig bleiben, werden für Schmuck verwendet. Sie können mit natürlichen Farbstoffen gefärbt werde.

Paxiuba

Paxiúba Iriartea deltoidea ist eine große Palmart, sie erreicht bis zu 25m Höhe bei einem Durchmesser von 10 bis 30cm. Sie wächst in Mittel- und Südamerika, in Brasilien im Amazonas-Regenwald. Sie hat Luftwurzeln, die als Unterschlupf für Kleintiere dienen. Ihr grünbraunes Holz mit schönen dunklen Adern, wird beim Hausbau und zur Herstellung von Fußböden verwendet. Die Blätter benutzt man, um Dächer zu decken oder Körbe und Besen herzustellen. Die meisten Sorten verfügen über eine geschmackvolle Knospe auf dem Stamm, das Palmherz. Leider werden einige Sorten gefällt, nur um die leckeren weichen Palmherzen zu entfernen.

Farbstoffe Natur

Farbstoffe

Die Palmfasern werden mit pflanzlichen Farbstoffen gefärbt. Diese werden aus Blättern, Früchten oder Wurzeln einer Vielzahl von Arten wie Jenipapo (Genipa americana, schwarzblau), Urucu (Bixa orellana, rot), Crajiru (Arrabidaea chica, braun), Marangarataia (Curcupa sp., gelb), Caripanga (violett) und Mata-pasto (Senna obtusifolia, grün) gewonnen. Die entsprechenden Pflanzenteile werden zusammen mit den trockenen Palmfasern und Wasser erhitzt und in diesem Prozess werden die Palmfasern eingefärbt.

Farbstoffe Turiarte
Tucumã-Faser

Tucumã-do-Pará

Tucumã (Astrocaryum vulgare) ist eine Palmenart, die in mehreren brasilianischen Bundesstaaten verbreitet ist, aber mit einer starken Konzentration im Amazonasgebiet. Sie ist in der Lage, sich sehr schnell zu regenerieren und schlägt auch nach Feuer wieder neu aus. Der Stamm ist mit Stacheln bewehrt, ihre Früchte sind eßbar und deren Kerne werden auch zur Herstellenung von Schmuck verendet. Die jungen Blätter liefern die Fasern für die traditionelle Herstellung von Korbwaren. Nach dem Abschneiden der Blätter dauert es ca. 30 Tage bis diese wieder nachwachsen.

Tucum-Faser

Tucum- Faser (Fio de Tucum) Astrocaryum chambira Burret

Tucum (Astrocaryum Chambira Burret) ist eine Palme, die bis zu 15 m Höhe und einen Stammdurchmesser von 30cm erreichen kann. Ihre gefiederten Blätter sind dunkelgrün und in verschiedenen Ebenen unregelmäßig angeordnet. Sie hat gelbgrüne Früchte von bis zu 6 cm.

Die Tucum stammt aus dem nördlichen und westlichen Amazonasgebiet und man findet sie in Brasilien, Peru, Ecuador, Kolumbien und Venezuela. Das häufige Vorkommen in Gebieten, die vom Menschen verändert wurden, legt nahe, dass die Verbreitung von Tucumán im Amazonas stark vom Menschen beieinflußt ist. Genutzt werden die essbaren Früchte und die jungen Blätter, aus denen Fasern extrahiert und für die Herstellung von Hängematten, Angelschnüren, Kleidung und andere Gegenstände wie Taschen und Hüte verwendet werden.

Goldgras

Goldgras (port.: capim dourado; Syngonanthus nitens) ist eine in Zentralbrasilien vorkommende Grasart, die auf Standorten zu finden ist, die in der Regenzeit überschwemmt werden. Im Bundeststaat Tocantins kommt sie noch auf großen Flächen natürlicherweise vor. Die langen Stiele haben eine goldgelbe Farbe und bilden an ihrem Ende kleine, weiße Blüten.

Das Goldgras wurde schon früher von den Indios verarbeitet und von ihnen soll diese handwerkliche Fertigkeit an Bewohner in den Dörfern der Region Jalapão weitergegeben worden sein. Traditionell wird das Gras mit Fäden aus Fasern der Buriti-Palme „vernäht“, heute werden aber auch goldfarbene Fäden dafür verwendet.

In Tocantins wird seit 70 Jahren Kunsthandwerk aus Goldgras hergestellt. Heute erzielen viele Familien in der Region Jalapão ein Einkommen aus der handwerklichen Verarbeitung dieser Pflanze und die Erzeugnisse werden mittlerweile in ganz Brasilien und auch im Ausland verkauft.

Um den Bestand der Pflanze zu erhalten, gibt es in Tocantins spezielle, gesetzliche Regelungen. So dürfen die Pflanzen erst ab dem 20. September geerntet werden und mit dem Einsetzen der Regenzeit ab Ende November muß die Ernte beendet werden. Dabei soll darauf geachtet werden, daß die um diese Zeit bereits entwickelten Samen auf dem Feld verbleiben. Zur Ernte des Grases sind nur Kunsthandwerker zugelassen, die sich bei der staatlichen Umweltbehörde registrieren lassen müssen. Die Zulassung gilt jeweils nur für ein Jahr. - Der Verkauf von unverarbeitetem Goldgras außerhalb des Bundesstaates ist verboten.

Goldgras

Miriti (Mauritia flexuosa) ist eine in ganz Nordbrasilien weit verbreitete Palmart, die traditionell vielfältig genutzt wird: Die Blätter für Hausdächer, die Früchte für Süßigkeiten bis hin zu Eiscreme, der Kambialsaft für alkoholische Getränke, Blattrippen und –fasern für Flechtwaren und Seile und der Stamm für Boote, Spielsachen und Skulpturen. Das Material des Stammes ist so leicht, daß es auch „Styropor aus Amazonas“ genannt wird.

Miriti

Babassu

Die Babassupalme (Attalea speciosa), ist eine einzelstämmige Palme, die bis 30 m hoch wird. Sie kommt in Südamerika in Hochlandgebieten im westlichen Amazonasgebiet und häufiger in entwaldeten Primärwaldgebieten vor.

Babassu (Babaçu) zeichnet sich durch seine Früchte (Kokosnüsse) aus, die in Bündeln mit bis zu 500 Früchten erscheinen.

Mandeln werden in natura konsumiert und die Früchte werden zur Gewinnung von Mehl, Holzkohle und natürlichen Lebensmitteln verwendet und sind weit verbreitet.

Aus den Früchten werden Babassuöl und Babassupulver gewonnen, die Blätter werden für Tees und als Tinkturen sowie zum Basteln verwendet. Der Stängel ist in bestimmten Regionen beim Bau typischer Häuser üblich und aus dem Spross ist es möglich, ein hochwertiges Palmenherz zu entferne

Foto: https://pesquisaescolar.fundaj.gov.br/en/artigo/babassu-oil-palm/

Blumen aus Fischchuppen Meerblume

MEERBLUME

DIE FISCHSCHUPPEN UND IHR KUNSTVOLLES RECYCLING

Ein perfektes Recycling und Upcycling: Ob vom Seehecht, Buntbarsch oder Tarpun – viele Fischschuppen eignen sich zur künstlerischen Wiederverwertung. Dank der begabten Frauen sind die Schuppen auf einem guten Weg, Deko- und Schmuckartikel zu „erobern“. Ohrringe, Ketten, Haarspangen und natürlich Blumenschmuck: Rosen, Dahlien, Knospen, Panamas und Primaveras. Die Blüten werden an langen Stielen aus Wildfarn und Weide befestigt. Jede Blume ist einzigartig und natürlich schön, ob einzeln oder im Strauß. Die ’Blumen des Meeres’ sind geruchsneutral, trotz ihrer filigranen Erscheinung robust und kaum staubanfällig.

Manchmal ist es das besondere Etwas, das den Charme der Blumen hervorhebt. Auch das haben die Frauen bedacht und aus den Stielen von Palmenblättern zarte Gräser kreiert. Sie heißen: Calla, Primavera und Tico Tico. Sie sind mit Fischschuppen, einer Modelliermasse aus Mais oder mit Muschelsand verziert. Mehr Erfahrung unten: www.meerblume.com

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